Freitag, 18. Dezember 2015

Nutzen Sie die Zeit um sich eine Pause zu gönnen!


E-Mails checken, Kollegen anrufen, Arbeit delegieren, wieder die E-Mails überprüfen, daran denken dass der Handwerker kommt um die Tür vom Gebäude zu reparieren, die Meeting Notizen aufschreiben, zum Mittagessen mit dem Kunden gehen, im Stau stecken weil es Demonstrationen gibt, wieder zurück ins Büro, den Kalender überprüfen, die Meetings auf den nächsten Tag verschieben, wieder E-Mail schreiben, den Budget übersehen welchen Martin schon vor zwei Wochen gesendet hat… Arbeite! Weiter so, höre bloß nicht auf! Verschwende keine Zeit! Auf, auf, auf! Ahh GENUG! STOPP!
Falls sich das bekannt anhört, dann halten Sie mal kurz an und machen Sie eine Pause damit Sie noch etwas effektiv erreichen und gleichzeitig Ihren Verstand behalten. :-)

Sie sind da nicht allein- es kommt sehr häufig vor, dass Leute in die Falle der Zeit tappen. Die Zeit rät außer Kontrolle aber wir denken wir müssen fest an sie halten, als ob unser Erfolg daran liegt. Viele Firmen denken immer noch, dass die Produktivität der Mitarbeiter (und damit auch der Profit) nur mit einer hektischen Geschwindigkeit und hohem Druck verbessert werden kann.

Es hilft auch nicht, dass wir in einer modernen Welt leben, wo die Technologie „jede Lücke der Zeit füllt“. Auch wenn wir die kleine Pause machen möchten um zu denken (auch nur um auf die Toilette zu gehen oder unterwegs sind), ist die Pause ja doch immer mit einer einfachen aber stimulierten Aktivität per Handy gefüllt. Wir verlieren immer mehr die Möglichkeit einfach nach vorne zu schauen oder auch in uns selber zu hören um eine Idee zu finden, welche uns helfen würde etwas Neues zu finden oder ein Problem zu lösen. Unsere Lücken sind immer wieder mit Apps oder der Inbox gefüllt.

Juliet Funt, die Geschäftsführerin der Beratungsfirma “WhiteSpace at Work”, spricht über die Voraussetzung, dass Firmen strategische Pausen, so genannte „WhiteSpaces“ in den Arbeitsalltag einplanen sollen. Die Mitarbeiter könnten diesen Space (oder die Zeit) benutzen um ihre Leistung zu analysieren und damit mehr kreativ, produktiv und motiviert sein würden. Die Leiterin sagt,

„wenn Menschen ständig arbeiten und eine Aufgabe nach der anderen erledigen, ohne sich eine Pause zu gönnen um nachzudenken und rebooten, ist es fast unmöglich die gleichen kreativen und aufwendige Resultate zu erhalten, als wenn sie diese Pause hätten.“ 

Daher ist die Pause und die Selbstreflexion über was wir machen und was unsere Ziele sind so wichtig für unser professionelles aber auch persönliches Leben.

In ein paar Wochen ist das Jahr 2015 vorbei und viele von uns werden ein paar Tage frei haben, um von der „Achterbahn des Lebens“ herunterzukommen und uns selbst ein paar Minuten zu widmen. Denken Sie darüber nach was Sie dieses Jahr gemacht haben, im persönlichen und professionellen Leben und bewerten Sie es ehrlich. Nehmen Sie sich die Zeit um einfach nachzudenken und nicht um zu überlegen was Sie noch tun oder ändern müssen oder ganz aufgeben sollen. Nehmen Sie einfach wahr was so alles geschehen ist. Beachten Sie die Dinge, die Ihnen im Weg stehen um das zu erreichen, was Sie möchten oder auf der anderen Seite, was Sie in die richtige Richtung leitet.

Die Experten sind sich einig- der erste Schritt um die Produktivität zu verbessern ist zu wissen, was wir eigentlich tun. Falls Sie dies nicht wissen, also den Startpunkt, dann wird es sehr schwer sein sich selbst zu verbessern. Aber wie wissen wir die „Wahrheit“ über unser Benehmen und unsere Taten? Und wie können wir unsere (Arbeits-) Zeit erfassen ohne viele Stunden daran zu verschwenden und uns von dem eigentlich Wichtigem abzulenken?

Vielleicht wird der erste Gedanke sein in den Zeitplaner zu schauen oder versuchen sich daran zu erinnern, was Sie eigentlich getan haben, aber ich muss Ihnen leider gestehen, dass diese Informationen wahrscheinlich ungenau und nicht sehr hilfreich sein werden. Wir können die Zeit nicht zurückdrehen, aber es wäre vielleicht nicht schlecht die Zeiterfassung als Gewohnheit zu machen.

Sie werden damit vielleicht nicht übereinstimmen. Ich selbst habe auch schon einige Artikel gelesen welche sagen, dass die Zeiterfassung eigentlich nicht die Produktivität verbessert. Einerseits haben sie auch Recht- die Zeiterfassung hilft nicht Sachen schneller zu erledigen, bessere Projekte zu erstellen oder die Tätigkeiten besser zu verwalten, aber, es hilft uns Informationen zu erhalten welche wir analysieren können um herauszufinden was wir tun und wie wir es verbessern können.
Denken Sie daran, dass die Daten selbst nicht das Wichtigste sind, aber was wir damit tun. Es ist ja alles schön und gut wenn wir die Zeit erfassen und vermerken was wir tun, aber es hilft alles nichts wenn wir mit den Daten nichts machen. Wir müssen es eine Gewohnheit machen, diese Informationen zu analysieren, ansonsten sind die „WhiteSpaces“ nichts wert in dem Sinne der Selbstoptimierung.

Also überlegen Sie sich was Sie dieses Jahr getan haben und seien Sie objektiv. Bestrafen Sie sich nicht für Fehler und seien Sie ehrlich. Nur so können Sie einen Weg finden das Leben ein bisschen einfacher zu machen und die unwichtigen Aufgaben, schlechten Gewohnheiten, negativen Menschen und sonst was Sie bedrückt zu entfernen. Nehmen Sie die Gelegenheit um Ihren Kopf zu befreien und von der Achterbahn herunterzukommen um einen besseren und angenehmeren Weg zu finden :-). In diesem Sinne wünscht Ihnen primaERP eine fröhliche und sinnige Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr! 

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